David Lynch
US-amerikanischer Filmemacher, bekannt für surrealistische Sensibilität und Experimentalkunst.
David Keith Lynch (* 20. Januar 1946) ist ein US-amerikanischer Filmemacher und Künstler. Er gilt weithin als einer der größten und einflussreichsten Filmemacher der Filmgeschichte; seine Filme zeichnen sich oft durch eine unverwechselbare surrealistische Sensibilität aus, die zur Prägung des Adjektivs ‚lynchian‘ führte. Ihm wird zugeschrieben, Surrealismus und Experimentalkunst im späten 20. Jahrhundert in den Mainstream gebracht zu haben.
Quick Facts
- Born
- January 20, 1946, Missoula, Montana
- Died
- N/A (still alive as of August 2024)
- Nationality
- American
- Known for
- Surrealist films such as Eraserhead
- Blue Velvet
- Mulholland Drive
- and the television series Twin Peaks
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Hintergrund
David Lynch strebte zunächst eine Karriere als Maler an und begann, Kurzfilme zu drehen, aus dem Wunsch heraus, Bewegung in seine Gemälde zu bringen. Sein Spielfilmdebüt gab er mit dem surrealistischen Body-Horror-Film Eraserhead (1977), an dem er aufgrund finanzieller Schwierigkeiten fünf Jahre arbeitete und der langsam als Mitternachtsfilm Erfolg hatte. Kritikerlob erhielt er für das biografische Drama Der Elefantenmensch (1980) und die Neo-Noir-Mystery-Filme Blue Velvet (1986) und Mulholland Drive (2001), die ihm alle drei Nominierungen für den Oscar als beste Regie einbrachten.
Sein romantischer Kriminalfilm Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula (1990) gewann die Goldene Palme bei den Filmfestspielen von Cannes. Er führte auch Regie beim Neo-Noir-Horror Lost Highway (1997), der Komödie Eine wahre Geschichte – The Straight Story (1999) und dem experimentellen Psychothriller Inland Empire (2006), seinem letzten Spielfilm. Er schrieb und inszenierte die Space-Opera Dune – Der Wüstenplanet (1984), distanzierte sich jedoch nach massiven Eingriffen des Studios davon.
Lynch war Mitschöpfer (zusammen mit Mark Frost) und Regisseur der ABC-Surrealismus-Horror-Mystery-Serie Twin Peaks (1990–1991; 2017), für die er neun Primetime-Emmy-Nominierungen erhielt. Die Serie gilt als wegweisender Wendepunkt im Fernsehen und wird oft zu den besten Fernsehserien aller Zeiten gezählt. Er war auch Koautor (mit Robert Engels) und Regisseur des Film-Prequels Twin Peaks – Der Film (1992). Lynch führte Regie bei Musikvideos für Donovan, Interpol, Chris Isaak, X Japan, Moby und Nine Inch Nails sowie bei Werbespots für Dior, Gucci, Yves Saint Laurent, Jil Sander, Calvin Klein, die PlayStation 2 und das New Yorker Stadtreinigungsamt. Zu seinen Schauspielrollen gehörten Gordon Cole in Twin Peaks, die Stimme von Gus in The Cleveland Show (2010–2013), Jack Dahl in Louie (2012), Howard in Lucky (2017) und der Filmregisseur John Ford in Die Fabelmans (2022).
Lynch arbeitete auch als Animator, Autor, Karikaturist, Möbeldesigner, Musiker, Tongestalter, Cutter, Fotograf und Bildhauer. Als langjähriger Praktizierender der Transzendentalen Meditation gründete er die David-Lynch-Stiftung, um Meditationsstunden für gefährdete Bevölkerungsgruppen zu finanzieren. Lynch ist ein lebenslanger Kettenraucher, dessen Emphysem gesundheitliche Bedenken hervorruft, aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist keine größere waldbrandbedingte Evakuierung oder Todesfall eingetreten.
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