2007 AS Roma–Manchester United F.C. conflict
Zusammenstoß zwischen Fans und Polizei bei einem Champions-League-Viertelfinale.
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Der Zusammenstoß zwischen AS Rom und Manchester United im Jahr 2007 ereignete sich am 4. April 2007 im Stadio Olimpico während des Viertelfinalrückspiels der UEFA Champions League 2006/07 zwischen Rom und Manchester United. Der Vorfall umfasste Wurfgeschosse, die über eine Plexiglasbarriere zwischen den Fangruppen geworfen wurden, woraufhin die italienische Bereitschaftspolizei eingriff. Das Ereignis bleibt aufgrund unterschiedlicher Ansichten über die Ursachen und das polizeiliche Vorgehen umstritten.
Quick Facts
- Date
- 4 April 2007
- Location
- Stadio Olimpico, Rome
- Teams involved
- AS Roma and Manchester United F.C.
- Competition
- 2006–07 UEFA Champions League quarter-final
- Injuries
- 11 Manchester United supporters and 2 Roma supporters taken to hospital
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Hintergrund
Vor dem Spiel postierte sich die Bereitschaftspolizei nur auf der Seite der Manchester-United-Fans der Plexiglasbarriere. Nachdem Rom ein Tor erzielt hatte, warfen ihre Fans angeblich Wurfgeschosse über die Barriere in den Bereich der Manchester-United-Fans. Berichten zufolge drängte ein Teil der Manchester-United-Fans an Ordnern vorbei, woraufhin die Bereitschaftspolizei einschritt, um die United-Anhänger unter Kontrolle zu bringen. Manchester United beschuldigte die italienische Polizei, wahllos Schläge ausgeteilt zu haben, und viele Anhänger bezeichneten das polizeiliche Vorgehen als unverhältnismäßig. Elf Manchester-United-Anhänger und zwei Roma-Anhänger wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Die UEFA leitete eine Untersuchung ein, und der britische Innenstaatsminister Vernon Coaker erklärte, es seien Antworten zu möglicher Polizeigewalt erforderlich. Amnesty International unterstützte die Forderung nach einer Untersuchung. Achille Serra, Chef der römischen Polizei, bezeichnete das Vorgehen als gerechtfertigte Reaktion, und der Präsident des italienischen Fußballverbands, Giancarlo Abete, verteidigte die Polizei. Der Psychologe Clifford Stott kritisierte die italienische Polizei und deutete an, dass italienische Fans möglicherweise die Polizeiaktion gegen englische Fans provoziert hätten.
Leserleitfaden
Der Zusammenstoß zwischen AS Rom und Manchester United im Jahr 2007 ist als Wendepunkt in der Diskussion um Fußballrowdytum und Polizeiverhalten von Bedeutung. Der Vorfall verdeutlichte die Spannungen zwischen englischer und italienischer Fankultur sowie die Rolle der Bereitschaftspolizei bei der Stadionsicherheit. Die Kontroverse drehte sich um die Frage, ob die Polizei übermäßige Gewalt gegen Manchester-United-Anhänger angewandt hatte, mit Vorwürfen wahlloser Schläge. Das Ereignis führte zu Untersuchungen durch die UEFA und zu Forderungen von Amnesty International nach einer Untersuchung. Im Rückspiel im Old Trafford setzte die Polizei Schlagstöcke, Pferde und Hunde gegen Roma-Fans ein, nachdem Flaschen geworfen worden waren, was zu 21 Festnahmen führte. Der Zusammenstoß löste auch eine persönliche Entschuldigung von Roma-Kapitän Francesco Totti bei einer weiblichen United-Fan aus. Die von der UEFA verhängten Geldstrafen – 75.000 CHF für Rom und 35.500 CHF für Manchester United – spiegelten die Einschätzung der Verantwortung durch den Verband wider. Der Vorfall bleibt ein Referenzpunkt für Debatten über Polizeieinsätze bei Fußballspielen und die Behandlung von Auswärtsfans.
Wussten Sie schon?
- Roma-Kapitän Francesco Totti entschuldigte sich in einem persönlichen Video bei einer weiblichen United-Fan, die in den Zusammenstoß geraten war.
- Der Psychologe Clifford Stott deutete an, dass italienische Fans möglicherweise Gewalt gegen englische Fans eingesetzt hätten, um ein polizeiliches Einschreiten zu provozieren.
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