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Hierapolis sawmill

Früheste bekannte Maschine, die Kurbel und Pleuelstange kombiniert.

Die Sägemühle von Hierapolis, eine wasserbetriebene Steinsäge in der antiken griechischen Stadt Hierapolis (in der heutigen Türkei), stammt aus dem späten 3. Jahrhundert n. Chr. Sie gilt als die früheste bekannte Maschine, die eine Kurbel mit einer Pleuelstange verbindet und so einen Kurbelschleifenmechanismus bildet. Belege dafür liefert ein erhabenes Relief auf dem Sarkophag von Marcus Aurelius Ammianos, einem örtlichen Müller. Die Darstellung zeigt ein durch einen Mühlgraben gespeistes Wasserrad, das über einen Getriebezug, Pleuelstangen und Kurbeln zwei Gattersägen antreibt, um rechteckige Blöcke zu schneiden. Eine griechische Inschrift schreibt den Mechanismus Ammianos' „Geschick mit Rädern“ zu.

Weitere römische Kurbel- und Pleuelstangenmechanismen, jedoch ohne Getriebezug, wurden in wasserbetriebenen Steinsägemühlen des 6. Jahrhunderts n. Chr. in Gerasa, Jordanien, und Ephesos, Türkei, gefunden. Eine mögliche vierte Sägemühle in Augusta Raurica, Schweiz, wird durch eine Metallkurbel aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. nahegelegt.

Literarische Hinweise auf wasserbetriebene Marmorsägen finden sich in Ausonius' spätem Gedicht Mosella aus dem 4. Jahrhundert (das in Trier, Deutschland, spielt) sowie in Schriften von Gregor von Nyssa aus Anatolien, was auf eine weit verbreitete Nutzung der Wasserkraft im gesamten Römischen Reich hindeutet. Diese drei Funde verschieben die Erfindung des Kurbel- und Pleuelstangensystems um tausend Jahre nach vorne. Erstmals waren alle Schlüsselkomponenten der späteren Dampfmaschine – Herons Aeolipile, Zylinder und Kolben, Rückschlagventile und Getriebe – in einer einzigen technologischen Kultur vereint.

Quick Facts

Location
Hierapolis, Roman Asia (modern-day Turkey)
Date
Second half of the 3rd century AD
Type
Water-powered stone sawmill
Known for
Earliest known crank and connecting rod mechanism (crank-slider)
Evidence
Raised relief on the sarcophagus of Marcus Aurelius Ammianos
Inscription language
Greek

Facts from the source article.

Hintergrund

Die Sägemühle wird durch ein erhabenes Relief auf dem Sarkophag eines gewissen Marcus Aurelius Ammianos, eines örtlichen Müllers, belegt. Auf dem Giebel ist ein durch einen Mühlgraben gespeistes Wasserrad dargestellt, das über einen Getriebezug zwei Gattersägen antreibt, die rechteckige Blöcke mittels Pleuelstangen und – mechanisch bedingt – Kurbeln schneiden. Die dazugehörige Inschrift ist auf Griechisch und schreibt den Mechanismus Ammianos' „Geschick mit Rädern“ zu.

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